Dienstag, 9. April 2019

Der Tod, die Waffen, das Schweigen – Das Oberndorf-Syndrom

Deutschland 2016, 60 Min.
Regie: Wolfgang Landgraeber

Wolfgang Landgraebers Dokumentarfilm stellt nach jahrzehntelanger Kritik an Waffenproduktion und -handel die Frage, wie die Bevölkerung Oberndorfs sich weiterhin mit der todbringenden Waffenherstellung in ihrer Stadt abfinden kann. In Interviews mit Mitarbeitern von Heckler & Koch, Bürgerinnen und Bürgern Oberndorfs und Kritikern der Waffenproduktion wird deutlich: Leugnen und Verdrängen kann nicht von der moralischen Verantwortung für die Folgen der Waffenproduktion entbinden. Landgraebers Film belegt die todbringende Wirkung von Kleinwaffen in Krisen- und Kriegsgebieten, zeigt die Folgen für die millionenfachen Opfer und lässt Menschen zu Wort kommen, die sich gegen die Rüstungsproduktion wehren. Nach dem Film findet ein Gespräch mit Prof. Dr. Paul Mecheril vom Center for Migration, Education and Cultural Studies an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt zum Thema Bildung als Raum für Reflexion, das Verlernen von Privilegierung, die Initiierung politischer Intervention.

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