Dienstag, 13. November 2018

Tal der Wölfe – Irak

Türkei 2006, 143 Min.
Regie: Serdar Akar

Im ersten Teil der türkischen Actionfilmreihe Tal der Wölfe begibt sich der Spezialagent Polat Alemdar auf geheime Mission in den Irak. Er soll dort die vermeintliche Demütigung der türkischen Nation durch die sogenannte „Sackaffäre“ rächen. Der Film spielt damit auf eine reale historische Begebenheit aus dem Jahr 2003 an, als mehrere türkische Offiziere wegen eines Anschlagsverdachts auf einen kurdischen Gouverneur von US-Soldaten gefangen genommen und mit über die Köpfe gezogenen Säcken abgeführt wurden. Regisseur Serdar Akar präsentiert dem Publikum ein mustergültiges Propagandastück, dass exemplarisch für den islamistischen Faschisierungsprozess in der Türkei unter Recep Tayyip Erdoğan steht. 2006 erreichte der antiamerikanische und antisemitische Hetzfilm allein in der Türkei über 4 Mio. Zuschauer, in Deutschland etwas mehr als 400 000.

Die FS Philosophie präsentiert den Film im Rahmen der Reihe „Die türkische Krise“. Wichtige Aspekte der anschließenden Diskussion werden die im Film angehäuften Elemente der islamfaschistischen Ideologie und ihre ästhetische Umsetzung sein, ebenso die kontroverse Frage um Filmverbot und den richtigen Umgang mit derlei Machwerken.

Pressebilder zu »Tal der Wölfe – Irak«

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