Dienstag, 4. Dezember 2018

M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Deutschland 1931, 117 Min.
Regie: Fritz Lang

Die Suche nach einem pädophilen Mädchenmörder versetzt die Bewohner Berlins in Aufruhr. Die Polizei verschärft beständig ihre Maßnahmen, um den außer Kontrolle geratenen Mob und so die öffentliche Meinung zu beruhigen. Auch die organisierte Kriminalität sieht ihren Ruf in Gefahr und reagiert auf den durch die andauernde Fahndung verursachten geschäftsschädigenden Druck mit einem eigenen Versuch den Täter zu finden. Den Gang der Regression bürgerlich-freiheitlichen Lebens stellt der Film am Modell des Bedürfnisses der Bevölkerung nach Selbstjustiz bei Sexualverbrechen dar: Dies zeigt sich, nach dem anfänglich motivierenden Wunsch nach (ökonomischer) Sicherheit, wahrhaft befriedigt erst im wahnhaften Ideal der Vigilanten nach Austreibung des Schädlings aus dem Volkskörper. Der Film bietet eine Reflexion auf die Faschisierungsprozesse in der Weimarer Republik.

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