USA 2016, 96 Min.
Regie: Stephen Cone

Die Oberflächenhandlung dieses Coming-of-Age Filmes ist schnell erzählt und vermeintlich oft gesehen: die 16-jährige erfolgreiche Fußballerin Cyd verbringt den Sommer bei ihrer (noch unbekannten) Tante Miranda und ist neugierig auf alles im Leben. Darunter sexuelle Erfahrungen und schnell auch Katie, die queere Barista im lokalen Coffeeshop.

Drum herum jedoch gibt es andres Sehenswertes. Der Film nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Beziehung zwischen Cyd und ihrer Tante, einer bekannten Schriftstellerin. Der scheinen Bücher, Literatur das Wichtigste zu sein, wichtiger als Sport, selbst als Sex, den die Tante offenbar nicht vermisst, was Cyd sich kaum vorstellen kann – zumal Bücher so gar nicht ihr Ding sind.

8 Jahre zuvor wurde beider Verbindung mit dem Tod von Cyds Mutter getrennt. Cyd lebt seitdem mit ihrem depressiven Vater weit weg in einem anderen Bundesstaat, Miranda bewohnt ihr Elternhaus, ohne Kind und ohne Liebesbeziehung. Durch das plötzlich intime Zusammenleben finden sich beide Frauen herausfordernd miteinander verwoben: im Hintergrund verknüpft durch eine gemeinsame Familiengeschichte, die für beide mit Liebe und Schmerz verbunden ist, im Vordergrund durch das Aufeinanderprallen fremd erscheinender Sehnsüchte, Vorlieben und Glücksvorstellungen, die es letzlich offen kennenzulernen gilt, wenn man sich wirklich näher kommen möchte.

Trailer zu »Princess Cyd«

Pressebilder zu »Princess Cyd«

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