Unser reguläres Programm startet am 06. September.

Israel 2017, 87 Min.
Regie: Rina Castelnuovo, Tamir Elterman

Der sechsjährige Muhi hat ein ansteckendes Lachen und liebt es, seinen Großvater Abu Naim nachzuahmen. Der Junge, der im Gazastreifen als Sohn eines Hamas-Aktivisten geboren wurde, verbrachte sein ganzes bisheriges Leben in einem israelischen Krankenhaus. Er leidet an einer seltenen Autoimmunerkrankung. Mit zwei Jahren mussten ihm Füße und Hände amputiert werden. Im Gazastreifen wäre er zum Tode verurteilt, denn die Gesundheitsversorgung ist desolat. Auf der anderen Seite der Grenze kann er zwar behandelt werden, doch der Preis dafür ist hoch.

Muhi lebt ein paradoxes Leben. Nur sein Großvater durfte ihn nach Israel begleiten. Seit nunmehr sechs Jahren ist dieses Hospital ihr „Zuhause“, fern von der eigenen Familie. Sein Vater verurteilt den Staat, der seinen Sohn am Leben erhält, und wünscht, dass der Junge nach Gaza zurückkommt. Obwohl Muhis Aktionsradius doppelt beschränkt ist, richtet er sich in seinem Alltag ein und schafft es, mit seinem Lebensmut die ihn behindernden Grenzen ad absurdum zu führen. Dennoch schimmert die Unauflösbarkeit seiner individuellen Tragödie in diesem feinfühligen Film in jeder Szene direkt unter der Oberfläche.

Muhi wurde weltweit auf vielen Festivals ausgezeichnet und gewann beim wichtigsten Dokumentarfilmfestival Deutschlands die Goldene Taube. Wir freuen uns auf das Publikumsgespräch mit den Regisseur*innen.

Regisseurbesuch am Samstag 16.06. um 20.00 Uhr im cine k

»Ein leises und zutiefst menschliches Plädoyer für Liebe und Versöhnung, über alle Grenzen und Religionen hinweg.«
LVZ

Trailer zu »Muhi – Generally Temporary«

Pressebilder zu »Muhi – Generally Temporary«

Klicken Sie auf ein Bild, um es in Originalgröße anzuzeigen.

Vergangene Termine