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Sonntag, 21. Januar 2018

Der Prozess – Der russische Staat gegen Oleg Sentsov

Estland | Polen | Tschechische Republik 2017, 71 Min.
Regie: Askold Kurov

August 2015, ein Gerichtssaal in Rostov am Don: Ein Mann blickt durch die Gitterstäbe eines Käfigs. Seine Augen signalisieren, dass seine Nerven zum Zerreißen gespannt sind. Heute wird er das Urteil erfahren, dem er sich beugen soll – 20 Jahre Haft wegen Terrorismus, abzusitzen in Sibirien. Der Mann ist Oleg Sentsov, Filmregisseur, geboren im ukrainischen Simferopol, Maidan-Aktivist. Die Anklage: Als Kopf einer rechten antirussischen Terrorbewegung soll er Anschläge auf Brücken, Stromleitungen und ein Lenin-Denkmal geplant haben. Sentsov verteidigt sich, mutig und unerschrocken. Dem harten Verdikt begegnet er mit einem klaren Dementi, mit einer Anklage gegen die Kläger selbst…

Askold Kurov fragt nach der Wahrheit hinter dem politischen Schauprozess. Wurden die Belastungszeugen unter Druck gesetzt? Welche Auswirkungen hatten Untersuchungshaft und Prozess auf den Beschuldigten und dessen Familie? Zugleich dokumentiert der Film die Solidarität, die Sentsov von Filmemachern wie Agnieszka Holland, Ken Loach, Pedro Almodóvar erfuhr. Und von der European Film Academy, die sich hier zum Auftakt ihres 30. Jubiläums erneut für die Freilassung von Oleg Sentsov engagiert.

Nach dem Film gibt es die Möglichkeit der Diskussion mit Marieluise Beck (MdB a.D., Zentrum Liberale Moderne, Berlin). Tamila Tasheva (Bürgerinitiative “Krim S.O.S“, Kiew) ist angefragt.

Die Moderation übernimmt William Dubas (freier Videojournalist und Kameramann)

In Kooperation mit dem Zentrum Liberale Moderne (LibMod). Finanzielle Unterstützung durch die Internationalen Renaissance Foundation

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