Vortrag: Partnerschaft? Nein, neokoloniale Dominanz und Ausbeutung!


Mit Aktivist_innen von Afrique-Europe-Interact unterstützt von der Rosa Luxemburg-Stiftung, Organisation: tantifa

Afrika soll einer der Schwerpunkte des G20-Gipfels werden, entsprechend ist sogar von einer »Partnerschaft mit Afrika« die Rede. Was das praktisch heißt, lässt sich auf der Webseite der Bundesregierung nachlesen. Neben Klimaschutz, Gesundheit und Frauenförderung werden dort vor allem »Privatinvestitionen« sowie die unvermeidliche »Bekämpfung von Fluchtursachen« propagiert: Vor diesem Hintergrund werden Aktivist_innen des transnationalen Netzwerks Afrique-Europe-Interact am Beispiel der drei Sahelländer Mali, Burkina Faso und Niger nicht nur aufzeigen, wie die G20-Länder systematisch an der Produktion von Fluchtursachen beteiligt sind – ob durch EPA-Freihandelsbkommen, Ressourcenraub, erzwungene Privatisierungen, Landgrabbing oder Unterstützung korrupter politischer und ökonomischer Eliten. Vielmehr soll es auch um den vielfältigen Widerstand sozialer Bewegungen in diesen Ländern gehen – inklusive der keineswegs einfachen Entscheidung, die Migration unter anderem Richtung Europa zu wagen. Dabei werden die Referent_innen auch auch von ihren transnationalen Organisierungserfahrungen mit bäuerlichen Communities in Mali berichten. Außerdem soll die Frage aufgeworfen werden, was unter der Forderung nach »selbstbestimmter Entwicklung« im Zeitalter eines die sozialen Gegensätze immer stärker zuspitzenden Krisenkapitalismus verstanden werden kann.

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