Schweiz 2016, 90 Min.
Regie: Susanne Regina Meures

Anoosh und Arash sind Mitte Zwanzig. Sie leben in Teheran im Iran und haben bereits seit Kindheitstagen eine leidenschaftliche Beziehung zur Musik. Heute sind sie als DJs Helden in der illegalen Underground-Techno-Szene Teherans. Da sie Gefahr laufen von den Behörden gefangen genommen zu werden, veranstalten sie unter ihrem Bandnamen Blade & Beard Raves mitten in der Wüste.

Im Iran müssen Anwohner bereits beim Konsum von westlicher Musik mit elektrischen Klängen mit hohen Strafen und Haft rechnen – Anoosh wird sogar kurzzeitig verhaftet. Doch für Anoosh und Arash ist an das Aufhören gar nicht zu denken. In strengster Geheimhaltung produzieren sie illegal ein Album. Techno wird für sie zur Rebellion.

Überraschend werden sie eines Tages zur größten Technoparty der Welt, der Streetparade in Zürich, eingeladen. Nach und nach fächert sich „Raving Iran“ so zu einem eindrücklich intimen Dokument eines schwierigen Entscheidungsprozesses auf. Inmitten der verwirrenden Lage der beiden Freunde in Zürich, zwischen Freudentaumel, Orientierungslosigkeit und Entwurzelung, werden die widerstreitenden Gedanken und Gefühle, die junge Migranten bewegen, ein Stück weit greifbar. Werden sie die Schweiz verlassen und nach Teheran zurück reisen – oder entscheiden sie sich für ein Leben fern des Irans?

Regisseurin Susanne Regina Meures inszeniert mit „Raving Iran“ ihren ersten langen Dokumentarfilm. Aufmerksam wurde sie auf die ungewöhnliche Geschichte durch einen Zeitungsartikel und begann fortan sich mit Anoosh und Arash in Verbindung zu setzen. Die Szenen in Teheran und den dortigen Behörden entstanden durch penible Vorbereitung und langwierige Planung. Auch um die Festplatten an den Schneidetisch in die Schweiz zu bringen, war die Regisseurin auf allerhand Hilfe von iranischen Studenten angewiesen. Mit verschlüsselten Dateien wurden die Aufnahmen quer durch Europa verschickt und erst per Kurier in die Schweiz dem hoch politischen und energischen Dokumentarfilm über zwei DJs aus Teheran zusammen gefügt.

RAVING IRAN macht eindrücklich deutlich, was es wirklich bedeutet, in Freiheit leben zu dürfen.
Spiegel Online

Am 12.11. in Kooperation mit der Partyreihe „Poly_Z – Elektronisches zur Nacht“. Mit Vorzeigen eurer Kinokarte erhaltet ihr im Polyester Klub in Oldenburg ermäßigten Eintritt!

Trailer zu »Raving Iran«

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