Mittwoch, 22. Juni 2016

Geschenkt wurde uns nichts

Deutschland 2014, 59 Min
Regie: Eric Esser

Der Dokumentarfilm „Geschenkt wurde uns nichts“ (2014 / 58 min) begleitet die ehemalige Partisanin Annita Malavasi sowie zwei Ihrer Genossinnen, Pierina Bonilauri und Gina Moncigoli. Der Film beschäftigt sich mit dem Widerstand in Italien im Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive dieser Frauen. Annita Malavasi war 22 Jahre alt, als deutsche Truppen 1943 das bis dato verbündete Italien besetzten. Als Partisanin „Laila“ überbrachte sie Informationen, transportierte Waffen, bewegte sich mit und zwischen den kämpfenden Einheiten und nahm selbst an Gefechten teil. Über ein Jahr war sie in den Bergen des Apennin und kämpfte gegen die deutschen Besatzer, gleichzeitig musste sie sich gegenüber den Männern in den Bergdörfern behaupten. Gegen Kriegsende gehörte Laila zu den wenigen weiblichen Kommandierenden im italienischen Widerstand.

Der Film erzählt die Geschichte einer lebenslangen Emanzipation, die mit dem Befreiungskampf gegen den Faschismus begann. Laila und zwei ihrer Genossinnen, Gina „Sonia“ Moncigoli und Pierina „Iva“ Bonilauri, berichten von ihrer Zeit in der Resistenza und ihrer Bedeutung für sie und viele andere Frauen.

» Der Film von Eric Esser ist ein wichtiges Zeitmoment. Nicht nur, weil er den wichtigen Beitrag der Frauen im antifaschistischen Widerstand beleuchtet, sondern auch, weil er den alltäglichen Kampf gegen den Machismo in den eigenen Reihen thematisiert. ´Der Film erzählt die Geschichte einer lebenslangen Emanzipation, die mit dem Befreiungskampf gegen den Faschismus begann.´ Und er hält die Erinnerung an die Verbrechen der deutschen Wehrmacht im besetzten Italien wach, die hierzulande zu größten Teilen vergessen und verdrängt wurde. Seine Bedeutung erlangt der Film daher vor allem dadurch, dass er ehemaligen Widerstandskämpferinnen und Überlebenden eine Stimme gibt und ihre Erfahrung von Faschismus und Widerstand bewahrt. Eine Erfahrung, die alleine aufgrund des Alters der PartisanInnen mit jedem Jahr, das vergeht, mehr zu verschütten droht. Alle drei Protagonistinnen sind im Laufe des Jahres 2011 verstorben.«
Cinematheque Leipzig

» Man bekommt keine Bandiera Rossa-Romantik und keinen Militanzfetischismus geliefert. Stattdessen die Geschichten von drei Frauen, deren Entscheidungen in einem bestimmten Abschnitt ihres Lebens Respekt verlangen.«
Marcus Hammerschmidt / telepolis

Trailer zu »Geschenkt wurde uns nichts «

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