Deutschland | Griechenland | USA 2015, 93 Min
Regie: Micah Magee

Layla steht kurz vor ihrem Schulabschluss, als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Ihren Freund hat sie gerade verlassen und weil sich ihre Familie weigert, einer Abtreibung zuzustimmen, fügt sich Layla in ihre Situation und lässt den Plan, auf’s College zu gehen, fallen. Weil es zwischen ihr und den Eltern nicht funktioniert, zieht sie zur Großmutter, wo auch der Onkel mit seiner Familie lebt. Sie hält sich mit einem Job in einem Call Center über Wasser und lernt nebenbei für ihre Abschlussprüfungen. Auf einem Konzert wirft Layla einen Blick auf Aaron, der so ganz anders ist als der Junge, von dem sie schwanger ist.

Mit genauem und empathischem Blick erzählt PETTING ZOO davon, wie es sich anfühlt, als Minderjährige aus der Bahn geworfen zu werden. Dabei entsteht nicht nur eine große Nähe zur Hauptfigur Layla, sondern auch zu den anderen Figuren. PETTING ZOO ist Micah Magees Abschlussfilm, ko-produziert unter anderem von der dffb und der griechischen Regisseurin Athina Rachel Tsangari und gedreht in einem Vorort von San Antonio, Texas – der Stadt mit der zweithöchsten Rate von Teenagerschwangerschaften in den USA.

» Micah Magee zeichnet ein starkes, ein sensibles Frauenportrait. «Petting Zoo» – und das kann man jetzt ruhig nach den Jungsfilmen im [Berlinale-]Wettbewerb sagen – ist ein beeindruckender Frauenfilm, in keiner Szene zu laut, nie aufdringlich oder auf Krawall gebürstet.«
Deutschlandradio Kultur

» Bis zum Ende führt Micah Magee diesen Ansatz konsequent durch, ohne zu emotionalisieren, ohne zu dramatisieren. Das hätte leicht zu einem tristen Stück Realität werden können, doch dafür ist Magees Blick zu humanistisch. Sie beschreibt ein Schicksal, dass viel zu vielen jungen Mädchen in den konservativen Staaten der USA droht, wo Sexualerziehung oft verboten ist, Abstinenz als einzige Form der Verhütung beschrieben wird und Abtreibung als Todsünde gilt. Dass es oft der reine Zufall ist, wie sich das Schicksal unter solchen Umständen entwickelt, zeigt sie in «Petting Zoo» auf, einem bemerkenswert überlegtem, überzeugendem Debütfilm.«
Programmkino.de

» Magees Film gleicht einer Fotoserie, die das Leben eines Teenagers im texanischen San Antonio dokumentiert. Jedes Bild kann für sich stehen und erzählt auf seine Art eine ganze Geschichte. Die Dramatik des Geschehens, das einem ruhigen Fluss gleicht, liegt also vor allem in den einzelnen Einstellungen, die Magee und ihr Kameramann Armin Dierolf ungeheuer exakt und dabei doch ganz unaufdringlich komponiert haben. (…) Es ist ein erschreckendes Bild, das PETTING ZOO von Texas zeichnet. Aber Laylas stoisches Verhalten, ihre bemerkenswerte Fähigkeit, auszuharren und zu warten, bis sich eine Gelegenheit bietet, selbstbestimmt zu handeln, ist eine wunderbare Form des Widerstands. Trotz all der Rückschläge und Enttäuschungen, die der Film protokolliert, steht am Ende die Hoffnung, dass es doch immer noch einen Ausweg gibt.«
EPD-Film.de

Trailer zu »Petting Zoo«

Pressebilder zu »Petting Zoo«

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