Ukraine 2014, 132 Min
Regie: Myroslav Slaboshpytskiy

Sergey ist neu auf dem Internat für Gehörlose. Schnell kommt er mit Jugendlichen einer organisierten Gang zusammen, „The Tribe“ (Der Stamm), in der Gewalt und Schikane mit schonungsloser Dynamik das Leben bestimmen. Notgedrungen muss auch Sergey sich durchsetzen und durch Diebstähle, Raubüberfälle und Zuhälterei sichert er sich seinen Rang innerhalb der Hierarchie. Als er sich in Anna verliebt, die wie die anderen Mädchen der Gruppe vom Anführer zur Prostitution gezwungen wird, durchbricht Sergey den Kodex des Stammes und ist plötzlich auf sich allein gestellt.

Ein Film wie ein freier Fall: radikal, einzigartig, bewusstseinserweiternd, kein doppelter Boden. Das ukrainische Drama THE TRIBE kommt ohne gesprochene Worte aus und lässt uns die Handlung ausschließlich in Gebärdensprache verfolgen – Untertitel gibt es nicht. Ein kompromissloses Kinowagnis, das mit zahlreichen Preisen, darunter drei Auszeichnungen der „Semaine de la Critique“ in Cannes und der Europäische Filmpreis, belohnt wurde. Die Geschichte über Liebe und Gewalt inmitten eines Gehörlosen-Internats sorgt seit seiner Weltpremiere in Cannes 2014 für ausverkaufte Festivalhäuser und irritiert und begeistert Kritiker und Zuschauer zugleich.

THE TRIBE ist keine weitere Thematisierung des oft gezeigten Gehörlosen-Hörenden-Konfliktes, sondern ein konzertierter Blick auf eine autoritär strukturierte Gruppe gebärdender Jugendlicher. Es ist ein über die Grenzen der Ukraine hinausgehender Kommentar auf Identität und Sinnsuche, Unterdrückung und Widerstand. Wuchtiger Sozialrealismus, aktuell wie relevant – das bewegte Portrait einer hermetischen, kaum bewusst gemachten Welt.

»Der intensivste Film des Jahres 2015…«
The Rolling Stone

»THE TRIBE fühlt sich an wie etwas unverkennbar, radikal Neues (…) ein verwegener Kino-Coup…«
Variety

»Slaboshpytskiys Brillanz äußert sich darin, die Erwartungen des Zuschauers nicht zu trüben, sondern sie sogar zu übertreffen.«
Variety

»Viel mehr als nur eine Sozialreportage. (…) mit seiner Ästhetik und seiner experimentellen Konzeption ist Slaboshpitsky eindeutig auf der Höhe des avancierten Weltkinos.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Beängstigend, hinterhältig und grausam, aber auch zärtlich, elegisch und unglaublich präzise in Szene gesetzt.«
Filmdienst.de

In Kooperation mit dem Autonomen Referat für behinderte und chronischkranke Studierende.

Trailer zu »The Tribe«

Pressebilder zu »The Tribe«

Klicken Sie auf ein Bild, um es in Originalgröße anzuzeigen.

Termine

Klicken Sie auf einen Termin, um Karten zu reservieren.