Großbritannien | Deutschland 2015, 104 Min
Regie: Omer Fast

Ein großer, schwerer, unförmiger Gegenstand durchschlägt das Glasdach des urbanen Atriums und trifft einen jungen Mann. Als Tom aus dem Koma erwacht, hat er das Gedächtnis verloren. Alles was bleibt, sind die achteinhalb Millionen Pfund Entschädigung, mit der sich die Bank, die offenbar die Verantwortung für den Unfall trägt, das Stillschweigen des Opfers erkauft hat – und ein paar fragmentarische Erinnerungsfetzen: Ein Haus; eine Frau, die Rinderleber brät; die fernen Töne einer Klavierfuge: ein kleiner Junge im blau-roten Anorak, der oben im Treppenhaus steht und die Hand mit einer Münze darin ausstreckt.

Tom versucht seine Vergangenheit, seine Identität, sein gelebtes Leben aufzuspüren. Freunde tauchen auf, an die er sich nicht erinnert, der joviale Greg und die geheimnisvolle Catherine; er gerät in Situationen, die er schon einmal erlebt zu haben scheint. Tom beginnt, die schwachen Bruchstücke seiner Erinnerung physisch nachzustellen. Er trifft Naz, dessen Arbeit es ist, seinen Kunden gegen teures Geld noch die abliegendsten Dinge zu ermöglichen. Mit Hilfe von Naz und dessen schier unerschöpflichen, per touchscreen aktivierbaren Netzwerks findet er das Gebäude aus seiner Erinnerung. Er kauft und entmietet das Haus; Schauspieler ziehen ein, die die immergleichen Szenen aus seinen Erinnerungen nachstellen, aufgezeichnet von unzähligen Kameras und beobachtet von Tom. Andere Erinnnerungsfetzen blitzen auf, das Bild scheint sich langsam anzureichern. Immer obsessiver schafft sich Tom eine Welt, die die seine gewesen sein könnte. Die nachgestellten Szenen werden komplizierter, aufwändiger und gefährlicher, bis die Gegenwart des Möglichen die Vergangenheit des Realen einzuholen scheint. Es gibt keine Grenze mehr.

REMAINDER ist der erste Spielfilm des weltweit renommierten Videokünstlers Omer Fast, nach dem internationalen Bestseller von Tom McCarthy (deutscher Romantitel: 8 ½ MILLIONEN). Die Hauptrolle spielt Tom Sturridge (BEING JULIA, RADIO ROCK REVOLUTION, ON THE ROAD), zum Team gehörten der Emmy-prämierte Kameramann Lukas Strebel, Andrew Bird (u.a. Deutscher Filmpreis: Bester Schnitt für Fatih Akins AUF DER ANDEREN SEITE) und der mehrfache BAFTA-Preisträger Adrian Smith (Szenenbild).

»REMAINDER ist ein somnambuler Thriller mit Blockbuster-Qualitäten geworden, packend und mit Witz, eine fein austarierte Mischung aus Psychothriller und Gaunerkomödie.«
Tagesspiegel.de

»Identität und Kontrolle – um diese Themen kreist der faszinierende, surrealistische Psychothriller nach dem Roman von Tom McCarthy. Der Held lebt zwischen Traum und Wirklichkeit in einer Welt, die er sich nach einem Unfall in allen Einzelteilen neu zusammenkauft, um sie zu verstehen. Doch am Ende ist er genau dort, wo er am Anfang war. Der Film ist ebenso anspruchsvoll wie begeisterungswürdig, und das gilt für die inhaltliche wie für die optische Umsetzung. Die Bilder sind von manchmal beängstigender Kälte und Brutalität. Sie zeigen das Leben in einem modernen Mikrokosmos, den niemand mehr verstehen kann. Ein toller Film für ein intelligentes Publikum.«
Programmkino.de

Trailer zu »Remainder«

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