Donnerstag, 12. Mai 2016

Sexarbeiterin

Der Eintritt ist frei.

Deutschland 2015, 60 Min
Regie: Sobo Swobodnik

Prostitution, Sexarbeit, horizontales Gewerbe sind wie keine andere Berufsbranche von Klischees, Stereotypen und Ressentiments geprägt. In den Medien, vor allem des Boulevards, spielen im Diskurs um Sexarbeit in der Regel ausschließlich Zwangsprostituierte, drogenabhängige oder missbrauchte Sexarbeiterinnen eine Rolle. Dabei werden Sexarbeiterinnen nahezu immer als Opfer dargestellt. Dass es darüber hinaus auch andere Sexarbeiterinnen gibt, die freiwillig und selbständig der Sexarbeit nachgehen, zeigt der Film „Sexarbeiterin“ von Sobo Swobodnik. Der Film begleitet die studierte Informatikerin und Berliner Sexarbeiterin Lena Morgenroth (sensexual.de) über mehrere Monate hinweg durch ihr Leben, bei ihrer Arbeit und im „ganz normalen“ Alltag. Dabei entstand ein vielseitiges menschliches Porträt einer Sexarbeiterin, im Kontext von Familie, Freunden und Partnerschaft, als Teil der erstarkenden politischen Bewegung der selbstbestimmten Sexarbeiter_innen und bei ihrer tatsächlichen Sexarbeit.

»Aufschlussreich und gar nicht schlüpfrig.«
BR Kino Kino

»Regisseur Sobo Swobodnik nimmt sich mit ›Sexarbeiterin‹ das vielleicht umstrittenste Thema zeitgenössischer Feminismen vor und bezieht eindeutig Stellung.«
Missy Magazine

»Alice Schwarzer tritt für die Abschaffung der Prostitution ein. Sexarbeit sei nie freiwillig, sondern eine moderne Form der Sklaverei, sagt sie. Lena Morgenroth beweist das Gegenteil…«
Spex.de

»Swobodnik, auch für die Kamera zuständig, filmt Lena bei der Arbeit: wie sie Kunden massiert, mit heißem Wachs übergießt, fesselt, auspeitscht, zum Orgasmus bringt. Das Ergebnis ist sehr ästhetisch, was an der Schwarz-Weiß-Optik und Swobodniks Sensibilität im Umgang mit Intimität liegt: Der Zuschauer sieht die Protagonisten durch Türschlitze und als Spiegelungen auf der Teekanne, vieles bleibt verschwommen. Zwischendurch gibt es immer wieder Szenen aus Lenas Alltag, man sieht sie beim Putzen, Häkeln oder Instant-Nudeln-Essen. Der – vermutete – Kontrast zwischen Job und »eigentlichem« Leben bleibt aus: Sexarbeit ist Teil von Lenas Alltag. […] Detail am Rande: ›Sexarbeiterin‹ wurde teils durch Spenden finanziert. Als Gegenleistung boten Team-Mitglieder, darunter auch Swobodnik, erotische Dienstleistungen an.«
Spex.de

In Kooperation mit dem Feministischen Referat der Uni Oldenburg.

Trailer zu »Sexarbeiterin«

Pressebilder zu »Sexarbeiterin«

Klicken Sie auf ein Bild, um es in Originalgröße anzuzeigen.

Termine

Klicken Sie auf einen Termin, um Karten zu reservieren.