Deutschland 2015, 91 Min
Regie: Mara Eibl-Eibesfeldt

Mit seinen 12 Jahren ist Jonas bereits der Mann im Haus. Der Haushalt, den seine alleinerziehende Mutter Sabine führt, ist gelinde gesagt chaotisch – also übernimmt der Junge viel Verantwortung und kümmert sich auch um seine jüngeren Geschwister Nick und Miechen, wenn seine Mutter mal wieder von “ihren Dämonen” heimgesucht wird.

Als Sabine von ihrer Wochenend-Erhohlung im “Sonnenthal” nicht zurückkehrt, müssen die drei Kinder plötzlich allein zurechtkommen. Während das Essen knapp wird und ihr Heim unter Staub versinkt, versuchen die Geschwister ihrer Umwelt vorzumachen, dass alles in Ordnung ist. Dabei leben sie doch in Wahrheit längst im Spinnwebhaus, ihrer eigenen verzauberten Welt. Bei seiner schwerer werdenden Aufgabe, immer erwachsenere Entscheidungen zu treffen, steht Jonas nur der etwas verrückte Felix zur Seite, der in Reimen spricht und weiß, wie man sich ohne Geld durchschlägt…

Gemeinsam mit Kameramann Jürgen Jürges („Funny Games“, „Angst essen Seele auf“, „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) ist es gelungen, eine ganz besondere Bildsprache zu finden, um den fantastischen Blick der Kinder auf die Welt zu zeigen. Der Film ist weniger Sozialdrama als ein modernes Märchen in Schwarz-Weiß. Der Zuschauer wird in den schaurig schönen Kosmos der Kinder hineingezogen, die ihren ganz eigenen Zauber entfaltet.

Als Erwachsenen-Darsteller konnten Sylvie Testud, die nach „Jenseits der Stille“ nun wieder in einem deutschen Film spielt, Ludwig Trepte („Unsere Mütter, unsere Väter“), Mathias Koeberlin („Systemfehler- Wenn Inge tanzt“, „Das Jesus Video“) und Alexandra Finder („Die Frau des Polizisten“) gewonnen werden.

»Mit großer Stilsicherheit und einem professionellen Gespür für Stimmungen und Atmosphäre, bewegt sich Mara Eibl-Eibesfeldt durch ihr Debüt, das aufgrund seiner surrealen Momente und Fantasy-Anleihen auch als Sozialmärchen durchgehen könnte. Ein großer Coup ist ihr mit der Besetzung der Kinder im Film gelungen, die ihre Sache herausragend machen. Mit viel Tiefe und einem ausgewogenen Changieren zwischen Trauer, Leid, ausgelassener Freude ob der „sturmfreien Bude“ aber auch der immer wieder aufkeimenden Hoffnung auf die Rückkehr der Mutter, legen sie ihre Figuren – für ihr Alter – enorm vielschichtig an. Besonders Ben Litwinschuh als junges, heillos überfordertes und sich immer weiter in Lügen verstrickendes Familienoberhaupt, überzeugt.«
Programmkino.de

»Television films are fairytales of our times in different genres: crime stories, war films or all sorts of social dramas. The winner is an outstanding script combined with extraordinary performances and visual style. The most difficult things to direct are children and animals – here we have both of them. This story tells the tale of abandoned siblings surviving weeks without their mother. They are surrounded by animals ranging from crows and bugs to spiders. This film turns out to be less of a social drama than a modern fairy tale of surviving – shot in black and white.«
Jury Prix Europa 2015

Trailer zu »Im Spinnwebhaus«

Pressebilder zu »Im Spinnwebhaus«

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