Kuba 2014, 108 Min
Regie: Ernesto Daranas

Chala und Carmela sind ein ungleiches Paar und halten in Conducta doch durch dick und dünn zusammen. Chala ist ein gerissener Junge, der in der Schule gerne seine Späße treibt und durch vorlaute Sprüche glänzt. Auf dem Heimweg schließt er mit seinen Freunden riskante Wetten ab, versprüht vor den Mädchen seinen unwiderstehlichen Charme – oder hilft seiner Lehrerin Carmela beim Einkauf. Diese amtet als solche schon seit den ersten Tagen der kubanischen Revolution mit Leidenschaft, steht jetzt kurz vor der Pensionierung und lehnt sich gegen absurde bürokratische Beschlüsse ebenso auf wie gegen Wertezerfall, der die aufgeriebene Gesellschaft ergriffen hat.

Auch Chala ist nicht nur das unbeschwerte Kind; er muss neben der Schule auch für seine Mutter sorgen, der das Leben entglitten ist. Fast zwangsläufig kommt er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Als ihn die Schulleitung wegen seines Verhaltens ins Heim stecken will, zieht Carmela alle Register. Sie weiß, dass nicht das Kind, sondern das System das Problem ist.

Beim kubanischen Kinopublikum war Conducta der meist gesehene, heißest geliebte und heftigst diskutierte Spielfilm 2014. Und tatsächlich: Seit den Zeiten von „Fresa y chocolate“ und „La vida es silbar“ hat kein Film aus Kuba Wahrhaftigkeit, Humor und Zärtlichkeit so bestrickend vereint wie diese Geschichte über die Freundschaft zwischen einem schwierigen Schuljungen aus Havanna und seiner lebensklugen alten Lehrerin. Ein Herzensbrecher.

Trailer zu »Conducta«

Pressebilder zu »Conducta«

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