Italien | Frankreich 2015, 106 Min
Regie: Nanni Moretti

Filmregisseurin Margherita steckt mitten in einer Midlife-Crisis. Gerade hat sie sich von Ihrem Freund getrennt, ihre Tochter Livia, die beim Vater lebt, geht langsam eigene Wege und der amerikanische Hauptdarsteller ihres neuen Filmes bringt mit seinen Starallüren die Dreharbeiten ins Stocken. Zu all dem kommt hinzu, dass ihre Mutter im Krankenhaus liegt und die Situation keine Hoffnung auf Genesung zulässt. Während ihr Bruder Giovanni sich liebevoll um die Mutter kümmert, ist seine Schwester mit der Situation völlig überfordert und entwickelt Schuldgefühle. Zwischen Krankenhaus und Drehorten wird ihr langsam klar, was im Leben wirklich wichtig ist: Zeit mit ihren Lieben zu verbringen und das Vermächtnis ihrer Mutter zu beherzigen – die Lektion Leben, die sie ihr erteilt hat, und die Erinnerung, die in ihr weiterleben wird.

Nach seinem erfolgreichen Film „Habemus Papam“ (2011) nimmt Moretti in „Mia madre“ Abschied von der Mutter, was durchaus autobiografische Züge trägt. Er hat einen wundervoll starken und einprägsamen Film realisiert: ein tiefgründiges und gleichzeitig humorvoll, sensibles Meisterwerk. Er verknüpft die drückende Atmosphäre im Krankenhaus und das Durcheinander am Set mit Margheritas Erinnerungen und Träumen. So entsteht ein Relief ihrer Emotionalität inmitten eines sozialkritischen Films. Moretti gedenkt mit dem Film seiner verstorbenen Mutter, spricht aber auch über die Bedeutung von Kino, über Realität und Fiktion sowie über die Rolle der Arbeit, und was sie für den Einzelnen bedeutet.

»Mia madre« ist vielleicht Morettis persönlichster Film. Er thematisiert das Unbehagen, das wir empfinden, wenn es um das Thema Tod geht, erzählt aber auch davon, wie wichtig es ist, sich umeinander zu kümmern, von der Liebe und davon, dass es ein Morgen gibt. Der Film ist unbedingt politisch und ein Plädoyer für mehr Leichtigkeit des Seins. Nach „Der Italiener“ („Il Caimano“, 2006) und „Habemus Papam“ (2011) arbeitet Margherita Buy, Muse vieler italienischer Regisseure und Publikumsliebling, hier zum dritten Mal mit Moretti zusammen. John Turturro brilliert als nerviger Hauptdarsteller, der seiner Regisseurin das Leben schwer macht. Die große Giorgio Strehler-Darstellerin Giulia Lazzarini spielt die Mutter mit Eloquenz und Souveränität.

„MIA MADRE ist einer der schönsten Filme von Nanni Moretti, ein ergreifendes Werk, das über die existentiellen Dinge spricht und in anmutiger Weise Melancholie und Vitalität, Traurigkeit und Liebe, Komik und Tragik, Misanthropie und Humanismus verbindet.“ Le Monde

„Der Film ist ein Meisterwerk!“ El País

„MIA MADRE ist ein kluger, bewegender und lustiger Film, der seiner Düsternis eine positive Philosophie der Trauer entgegensetzt (…): Die Toten leben an unserer Seite weiter, ihre Hinterlassenschaft begleitet uns in die Zukunft.“ Arte

„Der italienische Regisseur hat wahre Liebe auf die Leinwand gebracht (…) und schafft einen souveränen wie eleganten Balanceakt zwischen ausgelassenem Humor und melancholischer Tragik.“ NZZ

Trailer zu »Mia Madre«

Pressebilder zu »Mia Madre«

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