Frankreich 2014, 112 Minuten
Regie: Céline Sciamma

Sie sind jung und schön und lebenslustig, sie sind arm und marginalisiert und unterdrückt. Die Mädchengang um Lady, der Marieme sich anschließt, macht mal Paris, mal die Hoods – die Banlieus Bagnolet und Bobigny – unsicher. Doch all die lautstarke Großmäuligkeit und all das coole Posen, die Frechheit, das Feiern und Flirten können auf Dauer nicht darüber hinwegtäuschen, dass zukunftsweisende Entscheidungen anstehen. Der aus LaiendarstellerInnen gebildete, komplett schwarze Cast bringt die Energie und die Authentizität mit, Regisseurin Sciamma steuert die Neugier auf das besondere Milieu und den kritischen Blick auf die sozialen Verhältnisse bei. Das Ergebnis sprüht Funken.

»Mitreißend ist das gefilmt, naturalistisch, aber auch mit fast dokumentarischem Duktus, der das Leben im Großstadtghetto mit der passenden Mischung aus Neugier, Faszination und Distanz schildert. So euphorisch manche Momente gefilmt sind, so stark die Mädchen in manchen Situationen auch wirken, verklärt wird ihr Leben am Rand der Gesellschaft nie. Stattdessen zeigt Sciamma mit subtiler Beobachtung, wie die Gesellschaft ein Mädchen wie Marieme in bestimmte Bahnen lenkt, in bestimmte Schubladen steckt, aus denen es kaum ein entkommen gibt. So eigenständig und selbstbestimmt Marieme oft auch wirkt, in gewisser Weise ist ihr Weg vorgezeichnet, geprägt, eingeschränkt sowohl von den Konventionen des bürgerlichen Frankreichs, als auch von der patriarchalischen Kultur, in der sie aufwächst. Wie es weitergeht würde man gerne erfahren, vielleicht in ein paar Jahren, in einer Fortsetzung dieses herausragenden Films.«
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Trailer zu »Bande de filles - Girlhood«

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